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Farmen & Automation

Mobfarm bauen: die Grundlagen, die wirklich zählen

9 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Fall aus 22 Blöcken lässt Standard-Mobs mit einem Trefferpunkt überleben — ideal für XP.
  • Ab 24 Blöcken Fallhöhe sterben sie von selbst, dann gibt es keine Erfahrung.
  • Der AFK-Platz gehört über 24 Blöcke von der Spawn-Fläche entfernt, aber unter 128.
  • Über dem Ozean gebaut liefert dieselbe Farm ein Vielfaches des Ertrags.

Eine Mobfarm besteht immer aus denselben vier Bausteinen: einer dunklen Fläche zum Spawnen, einem Transportweg, einer Tötungsmethode und einem Sammelpunkt. Wer diese vier sauber baut, hat eine Farm, die läuft — die Optik kommt später.

Vorher: der Standort

Die wichtigste Entscheidung fällt, bevor der erste Block gesetzt wird. Eine Mobfarm konkurriert mit allen anderen Spawn-Flächen im Umkreis um dieselben Plätze im Mob-Cap. Wer über einem Höhlensystem baut, verschenkt den Großteil des Ertrags.

StandortAufwandErtrag
Über tiefem OzeanHöher (Material antransportieren)Sehr hoch — praktisch das gesamte Mob-Cap
Hoch in der Luft über LandMittelMäßig — die Höhlen darunter zählen weiter mit
Am Boden über LandGeringNiedrig, wenn der Umkreis nicht ausgeleuchtet ist

Wenn du die Wahl hast: Ozean. Der Mehraufwand beim Bau amortisiert sich innerhalb der ersten Betriebsstunde.

Baustein 1: Die Spawn-Plattform

Die Fläche, auf der Mobs entstehen. Drei Anforderungen, alle nicht verhandelbar:

  • Vollständig dunkel. Seit Version 1.18 reicht Lichtlevel 1, um Spawns komplett zu verhindern. Kein Loch nach oben, keine Fackel in Sichtlinie.
  • Feste Blöcke mit voller Oberseite. Kein Glas, keine oberen Halbstufen.
  • Zwei Blöcke Kopffreiheit über der Plattform.

Klassisch baut man mehrere Etagen übereinander, jeweils mit drei Blöcken Abstand: ein Block Boden, zwei Blöcke Luft. Mehr Etagen bedeuten mehr Spawn-Fläche — allerdings nur so lange, bis das Mob-Cap der begrenzende Faktor wird.

Baustein 2: Der Wassertransport

Wasser fließt in Minecraft acht Blöcke weit, bevor es versiegt. Daraus ergibt sich die Standardbreite einer Spawn-Etage: Von einer Wasserquelle aus erreicht der Strom acht Blöcke, von der gegenüberliegenden Seite ebenfalls — Plattformen bis etwa 16 bis 17 Blöcke Kantenlänge lassen sich also mit Quellen am Rand vollständig abräumen.

Das Wasser schiebt alle Mobs zu einem zentralen Loch in der Mitte, durch das sie in den Fallschacht stürzen. Zwei Details entscheiden über Erfolg oder Frust:

  • Geschwindigkeit. Mobs, die zu lange unterwegs sind, despawnen. Kurze Wege schlagen elegante Wege.
  • Kein Hängenbleiben. Ecken, in denen der Strom nicht hinkommt, sammeln über Stunden Mobs an, die dein Cap blockieren.

Baustein 3: Die Tötungsmethode

Hier musst du dich entscheiden, was dir wichtiger ist: Erfahrung oder Bequemlichkeit.

Fallschaden

Der Fallschaden in Minecraft beträgt einen Trefferpunkt pro Block ab dem vierten Block Fallhöhe. Ein Zombie, ein Skelett oder ein Creeper hat 20 Trefferpunkte. Daraus ergeben sich zwei nützliche Zahlen:

FallhöheSchadenErgebnis
22 Blöcke19 PunkteMob überlebt mit 1 Trefferpunkt — ein Schlag genügt, volle Erfahrung
24 Blöcke21 PunkteMob stirbt automatisch — kein Aufwand, aber keine Erfahrung
Gilt für Mobs mit 20 Trefferpunkten. Spinnen und andere Mobs weichen ab.

Für eine reine Ressourcen-Farm nimmst du 24 Blöcke und musst dich um nichts kümmern. Für eine kombinierte XP-Farm nimmst du 22 und erledigst die Mobs selbst — Details dazu im Guide XP effizient farmen.

Alternative Methoden

  • Kaktus. Tötet zuverlässig, vernichtet aber einen Teil der Drops. Für Farmen, bei denen es nur um Schießpulver oder Knochen geht, trotzdem brauchbar.
  • Lava. Verbrennt Drops, es sei denn man arbeitet mit einer präzisen Lavaklinge — anspruchsvoll im Bau.
  • Ersticken. Mobs in Blöcke pressen. Funktioniert, liefert aber keine Erfahrung.

Baustein 4: Der Sammelpunkt

Unter der Tötungskammer sammeln Trichter die Drops ein und leiten sie in Kisten. Wichtig ist eine ausreichende Trichter-Kapazität: Ein Trichter bewegt etwa 2,5 Gegenstände pro Sekunde. Bei einer produktiven Farm reicht ein einzelner Trichter nicht, dann stauen sich Items auf dem Boden und verschwinden nach fünf Minuten.

Baust du eine große Anlage, lohnt sich direkt eine Sortieranlage dahinter — sonst verbringst du die gewonnene Zeit damit, Mischkisten aufzuräumen.

Der Bau in acht Schritten

  1. Standort wählenÜber tiefem Ozean, mindestens 100 Blöcke vom nächsten Land entfernt. Alternativ eine Stelle, deren Umkreis du komplett ausleuchten kannst.
  2. Sammelkammer bauenGanz unten: Trichter, Kisten und der Zugang. Alles Weitere wird darüber gebaut.
  3. Tötungskammer setzenDirekt über der Sammelkammer. Ein Block Höhe reicht, damit die Mobs im Trichterbereich landen.
  4. Fallschacht hochziehen22 oder 24 Blöcke, je nach gewünschtem Ergebnis. Der Schacht muss dicht sein — sonst fallen Mobs seitlich heraus.
  5. Spawn-Plattform bauenDie erste Etage mit dem zentralen Loch über dem Fallschacht. Boden aus festen Blöcken, zwei Blöcke Kopffreiheit.
  6. Wasserquellen setzenAn den Rändern, sodass alle Mobs zum Loch geschoben werden. Jede Ecke prüfen.
  7. AbdunkelnDecke schließen, Außenwände dicht machen. Danach mit dem Debug-Bildschirm die Lichtwerte auf der ganzen Fläche kontrollieren.
  8. AFK-Platz einrichtenMehr als 24 Blöcke von der Spawn-Fläche entfernt, aber innerhalb von 128 Blöcken. In der Praxis bewährt sich eine Position schräg über oder neben der Farm.

Wenn nichts kommt: die Fehlersuche

  • Gar nichts spawnt. Fast immer der Abstand: Der AFK-Platz liegt in der 24-Blöcke-Sperrzone. Zweitverdächtiger: Licht.
  • Sehr wenig kommt an. Mob-Cap durch Höhlen. Verlege den AFK-Platz testweise über offenes Wasser.
  • Mobs sammeln sich, kommen aber nicht durch. Wasserstrom erreicht nicht alle Ecken, oder ein Mob hängt fest.
  • Items liegen auf dem Boden. Zu wenig Trichter — pro Sammelfläche mindestens zwei bis vier.
  • Läuft nur, wenn ich hinsehe. Die Anlage liegt am Rand der Simulationsdistanz.

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