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Farmen & Automation

Sortieranlage bauen: Trichter, Komparatoren und Item-Filter

8 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Trichter transportiert etwa 2,5 Gegenstände pro Sekunde — das ist oft der Engpass.
  • Der Komparator liest den Füllstand eines Behälters als Redstone-Signal aus.
  • Ein Item-Filter besteht aus einem vorgefüllten Trichter, der nur bei passendem Gegenstand entriegelt.
  • Ein Überlauf am Ende der Kette verhindert, dass die ganze Anlage blockiert.

Sobald mehrere Farmen laufen, verbringt man erstaunlich viel Zeit damit, Mischkisten aufzuräumen. Eine Sortieranlage nimmt einem das ab — und sie besteht im Kern aus einem einzigen, immer gleichen Baustein, den man beliebig oft aneinanderreiht.

Die drei Bauteile

Der Trichter

Ein Trichter zieht Gegenstände von oben ein und schiebt sie in den Behälter, auf den er zeigt. Zwei Eigenschaften sind wichtig:

  • Geschwindigkeit: Ein Trichter bewegt einen Gegenstand alle acht Spiel-Ticks, also etwa 2,5 pro Sekunde. Bei produktiven Farmen ist das schnell der Engpass — dann braucht es parallele Trichterreihen.
  • Verriegelung: Ein Trichter, der ein Redstone-Signal bekommt, hört sofort auf zu arbeiten. Genau darauf beruht der Item-Filter.

Der Komparator

Zeigt ein Komparator von einem Behälter weg, gibt er ein Signal aus, dessen Stärke vom Füllstand abhängt: leer bedeutet 0, randvoll bedeutet 15. Entscheidend ist, dass schon ein einziger Gegenstand in einem sonst leeren Behälter das Signal auf 1 hebt.

Der Komparator misst dabei nicht die Stückzahl, sondern den Anteil der maximal möglichen Füllung — ein Trichter mit fünf Slots reagiert also empfindlicher als eine Kiste mit 27.

Die Redstone-Fackel

Sie kehrt ein Signal um: Liegt Strom an, geht sie aus. Damit lässt sich aus „Behälter enthält mehr als erwartet“ ein „Trichter freigeben“ machen.

Wie ein Item-Filter funktioniert

Die Idee in einem Satz:

Ein Trichter wird so vorbereitet, dass sein Komparator-Signal knapp unter einer Schwelle liegt. Nur wenn ein passender Gegenstand dazukommt, springt das Signal über die Schwelle — und schaltet den Trichter frei.

Umgesetzt wird das über die fünf Slots des Filter-Trichters. Der klassische Aufbau:

  1. Filter-Trichter setzenEr zeigt in die Zielkiste. Darüber läuft die Haupt-Transportreihe, aus der er Gegenstände zieht.
  2. Slot 1 mit dem Ziel-Gegenstand füllenGenau ein Exemplar des Gegenstands, den dieser Filter aussortieren soll.
  3. Slots 2 bis 5 mit unstapelbaren Füll-Items belegenJe ein Gegenstand, der sich nicht stapeln lässt — Schwerter, Schaufeln oder Rüstungsteile eignen sich gut.
  4. Komparator anlegenEr liest den Filter-Trichter aus und gibt in diesem Zustand Signalstärke 1 aus.
  5. Fackel-Verriegelung bauenSolange das Signal bei 1 liegt, hält eine Redstone-Fackel den Trichter verriegelt. Kommt ein passender Gegenstand hinzu, steigt das Signal auf 2, die Fackel geht aus, der Trichter arbeitet.

Von einem Filter zur Anlage

Die eigentliche Sortieranlage ist nichts anderes als eine Reihe solcher Filter unter einer durchgehenden Transportlinie. Der Materialstrom läuft oben entlang, jeder Filter greift sich heraus, wofür er zuständig ist, und der Rest fließt weiter.

Für den Bau haben sich ein paar Regeln bewährt:

  • Häufiges nach vorn. Was in großen Mengen anfällt, gehört an den Anfang der Reihe — dann wird der Strom früh entlastet.
  • Ein Modul pro Gegenstand. Immer dieselbe Bauform wiederholen, statt Sonderlösungen zu basteln. Fehlersuche wird damit trivial.
  • Zugang von hinten. Plan Platz ein, um an jede Kiste und jeden Filter-Trichter heranzukommen, ohne die Anlage abzureißen.
  • Beschriften. Ein Schild oder ein Item-Rahmen mit dem jeweiligen Gegenstand an jeder Kiste spart später viel Sucherei.

Der Überlauf: das Bauteil, das alle vergessen

Was passiert, wenn eine Zielkiste voll ist? Der Filter-Trichter kann nicht mehr abgeben, der Strom staut sich zurück, und irgendwann steht die gesamte Anlage. Bei einer angeschlossenen Mobfarm liegen dann Items auf dem Boden und verschwinden.

Zwei Lösungen, die sich kombinieren lassen:

  • Überlaufkiste am Ende. Alles, was durch alle Filter gerutscht ist, landet in einer Sammelkiste. Läuft die über, weißt du, dass etwas nicht sortiert wird.
  • Vernichter für Massenware. Für Gegenstände, von denen du ohnehin zu viele hast — Faulfleisch, Kies, Schießpulver — ein Trichter in Lava oder einen Kaktus. Klingt verschwenderisch, hält aber die Anlage am Laufen.

Durchsatz richtig auslegen

AufbauUngefährer Durchsatz
Ein Trichterrund 2,5 Gegenstände pro Sekunde
Zwei parallele Trichterreihendas Doppelte
Wasserstrom in Trichterdeutlich mehr, weil viele Gegenstände gleichzeitig ankommen
Trichterlore über Kistenhoher Durchsatz, aber laufender Redstone-Betrieb

Für die meisten Anlagen ist eine einzelne Trichterreihe ausreichend. Sobald mehrere große Farmen in dieselbe Anlage einspeisen, lohnt sich ein Wasserstrom als Zubringer: Er sammelt die Gegenstände an einem Punkt, an dem dann mehrere Trichter gleichzeitig abgreifen.

Zum Weiterlesen: Die Signalgrundlagen hinter Komparator, Fackel und Verriegelung stehen im Guide zu den Redstone-Grundlagen für Farmen.

Fehlersuche

  • Filter lässt alles durch. Meist steht das Komparator-Signal falsch — prüfe die Slot-Belegung und ob wirklich ein unstapelbarer Gegenstand als Füllung dient.
  • Filter zieht falsche Gegenstände. Ein Füll-Item ist stapelbar und wurde selbst aussortiert.
  • Anlage steht komplett. Eine Kiste ist voll und es gibt keinen Überlauf.
  • Alles läuft langsam. Zu wenig Trichter-Kapazität für den ankommenden Strom.
  • Nichts bewegt sich, obwohl Items da sind. Der Bereich liegt außerhalb der Simulationsdistanz.

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