Zum Inhalt springen
Kostenlos registrieren
Alle Guides

Farmen & Automation

Nether-Portale richtig nutzen: Verlinkung, Koordinaten, Farmtransport

7 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Das Verhältnis ist 1:8 — 100 Blöcke im Nether entsprechen 800 im Overworld.
  • Ein Portal sucht zuerst ein vorhandenes Portal in der Nähe der umgerechneten Position.
  • Falsch verlinkte Portale entstehen fast immer durch zu geringen Abstand zwischen zwei Portalen.
  • Portale eignen sich als Transportweg für Gegenstände und Mobs, verursachen aber Serverlast.

Nether-Portale sind das schnellste Transportmittel im Spiel — und die häufigste Quelle für Frust, weil sie sich scheinbar willkürlich falsch verbinden. Tatsächlich folgt die Verlinkung einer nachvollziehbaren Regel.

Das 1:8-Verhältnis

Der Nether ist maßstäblich acht Mal kleiner als die Oberwelt. Wer im Nether 100 Blöcke läuft, legt in der Oberwelt 800 zurück. Für die Y-Koordinate gilt das nicht — die Höhe wird eins zu eins übernommen.

RichtungUmrechnung
Oberwelt → NetherX und Z durch 8 teilen, Y unverändert
Nether → OberweltX und Z mit 8 multiplizieren, Y unverändert

Ein Portal bei X=800, Z=−400 in der Oberwelt zielt also auf X=100, Z=−50 im Nether. Wer dort ein Portal baut, bekommt eine saubere, vorhersehbare Verbindung.

Wie die Verlinkung tatsächlich abläuft

Beim Durchschreiten passiert Folgendes, in dieser Reihenfolge:

  • Das Spiel rechnet deine Koordinaten in die Zieldimension um.
  • Es sucht im Umkreis dieser Zielposition nach einem vorhandenen Portal. Der Suchradius ist großzügig — im Nether typischerweise 128 Blöcke.
  • Wird eines gefunden, landest du dort. Auch dann, wenn es eigentlich zu einem ganz anderen Portal gehört.
  • Wird keines gefunden, erzeugt das Spiel ein neues an der bestmöglichen Stelle.

Der zweite Punkt ist die Ursache für praktisch alle Verlinkungsprobleme. Zwei Oberwelt-Portale, die 400 Blöcke auseinanderliegen, landen im Nether nur 50 Blöcke voneinander entfernt — und teilen sich dann denselben Ausgang.

Portale gezielt verbinden

Wenn ein Portal partout am falschen Ort herauskommt, hilft dieses Vorgehen:

  • Zielkoordinaten ausrechnen und im Nether an genau dieser Stelle ein Portal setzen.
  • Konkurrierende Portale in der Nähe abbauen — es reicht, einen Obsidianblock zu entfernen, damit das Portal nicht mehr zählt.
  • Vom Oberwelt-Portal aus durchgehen. Es sollte nun das neue Portal finden.
  • Dann vom Nether aus zurückgehen und prüfen, ob auch die Rückrichtung stimmt. Beide Richtungen werden getrennt berechnet.

Die Rückrichtung wird gern vergessen: Ein Portalpaar kann in eine Richtung korrekt verlinkt sein und in die andere woanders hinführen.

Portale in Farmen einsetzen

Gegenstandstransport

Gegenstände, die in ein Portal geworfen werden, wechseln nach kurzer Zeit die Dimension. Das nutzt man, um Erträge über große Strecken zu bewegen, ohne Schienen oder Wasserwege bauen zu müssen — der Weg im Nether ist schließlich achtmal kürzer.

Praktisch baut man: Trichter sammelt ein, Werfer schießt ins Portal, auf der anderen Seite fängt ein Trichter wieder auf. Zu beachten ist, dass beide Seiten geladen sein müssen — liegt die Zielseite außerhalb der Simulationsdistanz, bleiben die Gegenstände hängen oder verschwinden.

Mob-Transport

Auch Mobs wechseln durch Portale die Dimension. Manche Farmdesigns nutzen das, um Mobs zu sammeln oder gezielt loszuwerden. Der Effekt ist allerdings schwer zu kontrollieren und je nach Version unterschiedlich — für Einsteiger selten die beste Wahl.

Gold- und Schweinezombie-Farmen

Der Klassiker unter den Nether-Farmen. In den Karmesin- und Basaltbiomen spawnen Zombifizierte Piglins flächendeckend, was sich mit einer Plattform und Fallschaden gut abgreifen lässt. Der Ertrag: Gold, Goldnuggets und viel Erfahrung.

Weil der gesamte Nether Mobs produziert, ist hier das Mob-Cap der entscheidende Faktor. Ohne großflächiges Abdecken der Umgebung bleibt der Ertrag mager.

Portale bauen: die Details

  • Der kleinste mögliche Rahmen ist 4×5 Blöcke, wobei die vier Ecken fehlen dürfen — das spart Obsidian.
  • Größer geht auch: bis 23×23. Größere Portale erlauben mehreren Entitäten den gleichzeitigen Übergang.
  • Zum Entzünden reicht Feuerzeug oder eine beliebige Feuerquelle im Rahmen.
  • Ohne Diamantspitzhacke lässt sich der Rahmen mit einem Lava-Wasser- Trick direkt am Zielort gießen.

Sicherheit im Nether

Ein Portal-Netz ist nur so nützlich wie der Weg dorthin sicher ist. Bewährt hat sich, alle Nether-Portale mit geschlossenen Tunneln zu verbinden und die Portalräume mit Blöcken zu umbauen, die Ghast-Schüssen standhalten — Obsidian, Cobblestone oder Netherziegel.

Und ganz praktisch: Notier dir die Koordinaten beider Portalseiten auf einem Schild direkt am Portal. Nach einem halben Jahr Spielzeit weiß niemand mehr, welches Portal wohin führt.

Passt dazu